CBL Datenrettung

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Erfolgsgeschichte: RockChinaRoll

Datenrettung für ein einzigartiges Filmprojekt

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Datenrettungsanfrage

Chinatournee-Dokumentation ermöglicht

Bild: LR N Brinkmann T Jungmann M Fischer T Westermann .jpg
Begeisterte Menschenmassen rocken im Regen – The Ignition ist in China ein angesagter Act.

Filmemacher Max Meis zögerte nicht lange, als ihm dieses Projekt angeboten wurde: Eine deutsche Hardrockband auf Tour durch acht chinesische Städte mit der Kamera zu begleiten. Doch beinahe wäre das Filmprojekt an einer zerstörten Festplatte gescheitert. Dass der Film RockChinaRoll seine erfolgreiche Kinopremiere feiern konnte, daran haben die Spezialisten von CBL Datenrettung einen wesentlichen Anteil.

Seit über zehn Jahren feilt die Hardrockband The Ignition aus dem beschaulichen Ort Tönnishäuschen bei Ahlen in Westfalen an ihrem Sound. Und seit sechs Jahren spielt sie Konzerte vor zehntausenden begeisterter Fans – in China! In Deutschland sind sie normale Hobbymusiker mit bürgerlichen Berufen, doch in China können die vier Musiker jedes Jahr für ein paar Tage das Leben von Rockstars leben. Damit diese unglaubliche Geschichte einmal professionell erzählt wird, durfte der Filmemacher Max Meis die Band 2017 zehn Tage lang durch acht chinesische Städte mit der Kamera begleiten. Der Gründer der Dokumentarfilmfirma Downsideup Film in Bielefeld wusste, wie wertvoll das Footage, das ungeschnittene Filmmaterial der Arbeit in China sein würde, deshalb hatte er sich einen Plan für die Sicherung der Filmdaten zurechtgelegt. Und doch ereilte ihn der Albtraum jedes Dokumentarfilmers: Unersetzliche Aufnahmen zerstört.

Sichern und Spiegeln

Die Filmkamera von Max Meis speichert auf SD Memory Cards und wann immer er Gelegenheit hatte, kopierte er die Filmdateien auf eine externe Festplatte, um die SD-Karten wiederverwenden zu können. Während The Ignition sich auf ihr dritten Konzert vorbereiteten, hatte Meis im Musikclub „7Livehouse“ in Zhengzhou, endlich mal Zeit, die bisher gesammelten Aufnahmen auf eine zweite Festplatte zu spiegeln. Ein kurzer unbedachter Moment, in dem er sein Notebook an einen anderen Platz stellen wollte, und es geschah: Die Festplatte mit den Sicherungen knallte auf den Steinboden des Clubs. Als er sie wieder anschließen wollte, klang sie zwar so, als würde sie normal anlaufen, doch der Rechner konnte keine Daten lesen. Die SD-Karten waren bereits für die erneute Verwendung in der Kamera formatiert und das Unglück war passiert, bevor die Daten gespiegelt werden konnten.

Die Tournee der Band war ein voller Erfolg und Max Meis konnte viele gute Aufnahmen aus China mitbringen – doch gerade die für sein Drehbuch wichtigen Aufnahmen von der Reise, der Ankunft in Beijing und den ersten beiden Gigs waren verloren.

Kostenlose Diagnose

Ein Freund, der sich mit IT-Dingen auskennt, bestätigte die Befürchtung des Filmemachers, dass eine professionell Datenrettung die einzige Chance wäre, doch noch an die Filmaufnahmen zu kommen. Er empfahl die Firma CBL Datenrettung und so schickte Max Meis die Festplatte an das Labor in Kaiserslautern. Diagnose und Kostenvoranschlag sind hier kostenlos und das Unternehmen stellt nur im Erfolgsfall eine Rechnung. CBL stellte nach der Öffnung der Festplatte im Reinraum fest, dass über die gesamte Laufwerksoberfläche schwere Beschädigungen sichtbar waren und die Mechanik des Lese-Schreib-Kopfs Defekte aufwies. Fehlerhafte Sektoren und eine Beschädigung der Dateistruktur waren nicht auszuschließen.

Das Crowdfunding des Filmprojekts RockChinaRoll war zwar sehr erfolgreich gewesen, doch ein Budget für Datenrettung war natürlich nicht vorgesehen. Max Meis ließ sich die Platte nochmal zurückschicken, um sein Glück bei der Versicherung zu versuchen – ohne Erfolg, diese ersetzt nur den Hardware-Verlust, Daten sind in normalen Versicherungsverträgen nicht berücksichtigt.

Rekonstruktion aus Fragmenten

Am 3. März 2018 kam die Western Digital USB CASE 1TB erneut im Labor an, zusammen mit dem Auftrag zur Datenrettung. Zufällig war es ein aus China stammender Ingenieur, der sich bei CBL Datenrettung des Falls der RockChinaRoll-Videodaten annahm. Yang Yu erinnert sich: „Wir mussten zunächst mehrfach die Leseköpfe tauschen, bis wir die Platte überhaupt in einem Zustand hatten, in dem wir eine sektorenweise forensische Kopie erstellen konnten.“ Professionelle Datenretter arbeiten niemals auf den Originaldatenträgern, sondern spiegeln zuerst die Rohdaten, bevor es dann daran geht, aus diesen nutzbare Dateien zu rekonstruieren. Auch dies war im vorliegenden Fall sehr aufwändig – dazu kam der Zeitdruck, denn der Premierentermin für den Film, der noch geschnitten werden musste, stand ja bereits. „Die MFT-Daten waren auch betroffen, das heißt wir mussten um jeden Sektoren kämpfen und wir haben gezielt nur die Sektoren kopiert, in denen Zieldaten lagen, um die Schreib-Leseköpfe möglichst wenig zu belasten“, berichtet Herr Yang. „Die Video-Daten waren zudem sehr groß und die Schäden überall verteilt. Das war die Schwierigkeit: Die Videos wieder lauffähig zu machen.“ Eine zerstörte Master File Table, kurz MFT, macht die Rekonstruktion von Daten besonders aufwändig, denn in dieser Datei befinden sich die Einträge, welche Blöcke zu welcher Datei gehören sowie alle Attribute der Dateien.

Datenretter im Filmabspann

Dass Downsideup und The Ignition am 21. April in Ahlen eine umjubelte Kinopremiere feiern konnten, ist der Beweis, dass die Datenrettung erfolgreich war und das Material noch rechtzeitig für den Film verarbeitet wurde. „CBL war unsere Rettung, der Film wäre sonst ein Fragment geblieben. Mindestens ein Viertel der Aufnahmen, die man im Film RockChinaRoll sieht, wären ohne die Arbeit von CBL Datenrettung verloren gewesen“, sagt Filmemacher Max Meis. Bei Downsideup ist man sehr zufrieden mit dem Dienstleister und so kommt es, dass CBL Datenrettung in den Danksagungen des Filmabspanns auftaucht.

Die defekte Festplatte von Max Meis im Reinraum bei CBL Datenrettung

Saitenwechseln im Zugabteil – Der Dokumentarfilm über die China-Tournee einer deutschen Rockband wäre beinahe an einem Datenverlust gescheitert.