Fuer die Anwalts- und Notarkanzlei Notary Public (NOTARIS/PPAT SOEHENDRO GAUTAMA, SH. M. Hum) im indonesischen Batam hatte das Jahr 2005 eine technische Revolution mit sich gebracht. Das Unternehmen digitalisierte seine juristischen Schriftstuecke und Besitztitel, die bis ins Jahr 1993 zurueck reichten und die bis dahin in den zahlreichen Aktenschraenken eines 600 Quadratmeter grossen Bueros untergebracht waren. Fast ein ganzes Jahr lang waren zwei Mitarbeiter damit beschaeftigt, saemtliche Unterlagen einzuscannen. Nachdem die Dokumente in digitaler Form gesichert waren, wurden die Papieroriginale zur Gewaehrleistung der Vertraulichkeit vernichtet.
Andre Djaafar, der fuer die Migration zustaendige Notarassistent bei Notary Public, war hoch erfreut ueber den Abschluss des Projekts. Jetzt waren die Dokumente sicher vor Beschaedigungen durch Umwelteinfluesse wie Schimmel und Alterung. Und das Auffinden und Abrufen einer Urkunde dauerte nur noch Sekunden. Andre Djaafar ruhte sich jedoch nicht auf seinen Lorbeeren aus. Alle 14 Tage erstellte er Sicherungskopien der Daten. Im Jahr 2007 liess er ausserdem die Festplatten des Servers austauschen. Trotzdem nahm die Entwicklung im April 2008 eine schlimme Wendung.
Djaafar sah gerade an seinem Schreibtisch einige Unterlagen durch, als ihn seine Kollegen ploetzlich informierten, dass die Datenbank auf dem Server nicht mehr erreichbar war. Er liess einen IT-Techniker kommen, der versuchte, das System wieder zum Laufen zu bringen. Der Server liess sich jedoch nicht mehr starten. Der Techniker baute die Festplatte dann in einen anderen Computer ein. Aber auch hier war kein Zugriff auf die Daten moeglich.
Andre Djaafar wusste, dass er eine Sicherungskopie der Festplatte erstellt hatte, und schloss das Sicherungsmedium an seinen Computer an. Seine Erleichterung sollte allerdings nicht lange anhalten, als er bemerkte, dass die letzte Sicherung nicht erfolgreich abgeschlossen worden war und die Dateien beschaedigt waren. Als er begriff, was dies bedeutete, schnuerte es ihm die Kehle zu.
Von den meisten der bei Notary Public aufbewahrten Urkunden existierte weltweit kein weiteres Exemplar. Als Grundlage zur Klaerung von Rechtsstreitigkeiten werden diese Dokumente regelmaessig von Kunden und Behoerden bei Notary Public angefordert. Wenn diese Unterlagen verloren waeren, wuerde Notary Public das Vertrauen der Behoerden sowie zahlreiche bestehende und potenzielle Kunden verlieren. Ganz abgesehen von den unmittelbaren finanziellen Auswirkungen konnte es sich die Firma nicht leisten, ihren Ruf zu verlieren. Das Unternehmen war auf die Informationen angewiesen.
Da er wusste, dass die Kanzlei die Daten um jeden Preis schnell wiederbeschaffen musste, suchte Andre Djaafar im Internet nach einem Datenrettungsunternehmen. Er nahm gleich das erste, das er fand.
Der Dienstleister war in Singapur ansaessig und verlangte, dass Andre Djaafar die Festplatte persoenlich ablieferte. Dies war fuer ihn nur durch eine zeitraubende Schiffsreise zu machen. Nachdem er die Festplatte abgegeben hatte, war der Service nicht gerade begeisternd. Die Datenretter schienen es nicht besonders eilig zu haben, und vor allem wollten sie Djaafar nicht sagen, ob die Daten ueberhaupt wiederhergestellt werden koennten. Die Ungewissheit machte ihm sehr zu schaffen. Als sich das Unternehmen dann noch weigerte, die Rettung der Daten als Eilauftrag anzunehmen, reichte es Djaafar schliesslich.
Frustriert setzte er sich mit dem Hersteller der Festplatte in Verbindung. Dort verwies man ihn an CBL Singapur.
"CBL strahlte eine Kompetenz aus, die sehr
ermutigend wirkte. Ich wusste, dass unsere
Daten in guten Haenden waren."
Andre Djafaar
Gleich beim ersten Anruf bei CBL fasste Andre Djaafar wieder Mut. Das Angebot von CBL klang sehr beruhigend. Das internationale Netzwerk von CBL aus Laboren und Technikern war vertrauenserweckend und gab ihm die Sicherheit, dass er seine Daten wieder bekommen wuerde. "CBL strahlte eine Kompetenz aus, die sehr ermutigend wirkte", kommentierte Andre Djaafar. "Ich wusste, dass unsere Daten in guten Haenden waren."
Ueber das Wochenende, kaum 48 Stunden nachdem sich Djaafar an CBL gewandt hatte, hatten die Techniker von CBL die Daten von Notary Public wiederhergestellt. Obwohl einzelne Komponenten des Festplattenlaufwerks eigens neu angefertigt werden mussten, wurde die Wiederherstellung erfolgreich abgeschlossen. Die Informationen vieler Jahre waren gerettet - wie auch der Ruf von Notary Public - ganz zu schweigen von einer immensen Investition an Geld und Arbeitszeit. Die Erleichterung in Andre Djaafars Gesicht bei der Sichtung der wieder gewonnenen Daten sagte mehr als tausend Worte.
Notary Public ist jetzt dabei, seine Arbeitsablaeufe neu zu organisieren. Insbesondere wird das Buero einen eigenen IT-Techniker fuer den Server abstellen. Ein Plan fuer die taegliche Datensicherung wurde in Kraft gesetzt, und der Server wurde auf ein stabileres System umgestellt, in dem an Stelle der fehleranfaelligen SCSI-Technologie SATA-Festplatten zum Einsatz kommen.